Scareware

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von Alexander Kant
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Plötzliche Geräusche, aufpoppende Warnungen oder ein Fenster, das sich nicht schließen lässt? Euer Computer ist mit einem brandgefährlichen Virus infiziert? Ihr habt nun Angst um euren PC? Tja, Ziel erreicht würde die Scareware sagen. Aber was ist das überhaupt und wie werdet ihr Malware wieder los?

Scareware ist das Spiel mit der Angst.
Scareware ist das Spiel mit der Angst. (Quelle: kentoh /depositphotos.com)

Inhaltsverzeichnis

  1. Scareware-Varianten im Überblick
  2. So könnt ihr euch schützen

Die Scareware gehört zur Familie der Malware und hat zwei Aufgaben: Sie soll gezielt Ängste schüren und gleichzeitig eine Lösung für diese bieten. Aufmerksam auf sich macht diese Malware gerne mit lauten Warnrufen und übertriebenen Einblendungen, die sich nicht wegklicken lassen.

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Die beliebteste Methode ist der Hinweis auf einen Befall des Computers durch ein Schadprogramm und ihr solltet jetzt schnellstens reagieren, bevor dieser Schäden anrichtet. Häufig werden diese Meldungen von einem Warnton begleitet, der dann auch euren akustischen Sinn nervtötend anspricht.

Scareware kommt als Beilage zu anderen Programmen oder schon als falscher Virenscanner auf euren Computer. Andere Verbreitungsmethoden sind in manipulierte Browser-Plugins oder Pop-Ups auf Webseiten, die infiziert wurden. Die Scareware an sich ist nicht immer gefährlich, es gibt hier nämlich verschiedene Varianten zwischen denen es zu unterscheiden gilt.

Scareware-Varianten im Überblick

Oftmals haben es Scareware-Entwickler nur auf euer Geld abgesehen. Das Programm nervt euch solange mit fingierten Warnmeldungen, bis ihr bereit seid zu bezahlen, um die Warnmeldungen abzustellen. Sobald ihr die geforderte Summe bezahlt habt, verstummen die Meldungen. Häufig wird bei diesen Varianten ein Malware-Befall vorgegaukelt und für einen vermeintlichen Virenscanner geworben. Ein weiteres beliebtes Beispiel ist auch das Locken in eine Abofalle. Ziele sind hierbei häufig Smartphone-Nutzer. Hier werben Scareware-Entwickler mit Zusatzinhalten für beliebte Apps - wie etwa neue Smilieys für WhatsApp. Ladet ihr diese herunter, schließt ihr ungewollt ein monatlich Abo ab, dass euch jeden Monat weitere Smileys oder ähnliche Inhalte unterjubelt. Gegen solche Attacken könnt ihr euch bereits im Vorfeld leicht schützen.

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Variante zwei soll euch nicht nur verunsichern oder das Geld aus der Tasche ziehen, sondern infiziert euren Rechner zusätzlich noch mit weiterer Malware. Die Scareware-Entwickler schleusen mit der mutmaßlichen Lösung für die nervigen Einblendungen eine Spionage-Software, eine Backdoor oder eine andere Malware auf euren PC. Somit haben Hacker die Möglichkeit zum Beispiel die Kontrolle über euer Gerät zu übernehmen.

So könnt ihr euch schützen

Ihr besucht eure Lieblingswebseite mit dem Smartphone - plötzlich vibriert euer Handy lautstark, ein neuer Browser-Tab öffnet sich und ihr werdet mit einem Pop-up aufgefordert, euren WhatsApp-Client zu aktualisieren oder einen Virenscanner zu installieren. Dann ist mit ziemlicher Sicherheit Scareware am Werk. Das solltet ihr jetzt tun.

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Seid ihr bereits der Aufforderung gefolgt und habt einen WhatsApp-Client oder einen Virenscanner installiert, solltet ihr schleunigst die Verbindung zum Internet kappen und den Tipps aus unserem Artikel "Malware entfernen" folgen.

Bewertung

9

Scareware: Top oder Flop?

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